Kultur- und Heimatverein Radeburg e.V.

Januar 2020 

 

 

 

 

Das Plakat für die Werbung des Konzerts war - treffender konnte es nicht sein - in saftigen „inselgrünen“ Farben gehalten und versprach einen Abend mit Irish folk, der an die „guten, alten Zeiten“ in den Dubliner Pubs, an das Irland der 70er und 80er Jahre erinnerte.

Um es vorweg zu nehmen - das Plakat hielt, was es versprach! Die seit 2014  in Freital-Potschappel  lebende Dolmetscherin für Englisch und Arabisch, Diana Hebold und ihr Mann, der Steinmetz und Freizeitgitarrist Ted O´Reilly, waren es, die mit ihrer Art, das Publikum mitzunehmen, ihrem Gesang  und dem Spiel von Geige, Gitarre sowie irischer Bouzouki und Banjo für einen proppevollen Saal sorgten.

Erstmals mussten Stehplätze vergeben und auf die letzte Minute Kommende mit größtem Bedauern wieder nach Hause geschickt werden!

Irish folk ist mit seinen verschiedenen Genres das Zauberwort für die einst auf rhythmische Gesangsstücke zurückgehende traditionelle irische Musik, die sich trotz vielfältiger Einflüsse durch die Globalisierung bisher in der ganzen Welt als populäre Musik behauptet hat. Melancholie, Nachdenklichkeit, Liebeskummer, Sehnsucht nach Heimat und überschäumende Lebensfreude prägen viele dieser Lieder.

Den Anfang machte eine als Air, hier als eine Nebenform der musikalischen Gattung Lied vorgetragene Liebeserklärung „Niemals verrat´ ich ihren Namen“, die in ein Stück mit guten Wünschen für das persönliche Glück, passend zum Jahresanfang, überleitete.

Von Liebessehnsüchten seines Komponisten handelte „The Galway Girl“, dem ein Lied folgte, das über Katie, eine Frau, erzählte, die über alle Schwierigkeiten hinweg, selbstbewusst ihren eigenen Weg geht, immer weiter …

Der Bitte von Diana Hebold, nun auch „stimmkräftig“ mitzusingen, kam man gern nach, waren ja doch viele der an diesem Abend vorgetragenen Titel bekannt. Darunter befanden sich u. a. „The Wild Rover“, „The Drunken Sailor“ und „The Ferryman“. Herrlich dann auch und besonders „Molly Malone“, das als irisches Volkslied und gleichermaßen als inoffizielle Hymne der Hauptstadt Dublin Ruhm erlangt hat und die mit einem Denkmal die legendäre Fischhändlerin öffentlich ehrt.

Mit dem melodisch einfühlsamen Lied „The Cliffs of Doneen“ wurden die begeistert mitgehenden Zuhörer an die Westküste geführt, von der es nach weiteren Liedern - extra für dieses tolle Publikum! - noch reichlich Zugaben setzte. Musikalisch einfach schön „Red is the Rose“ und dann passend zum Schluss „Journeys End“. Und - was die musikalische Reise noch besonders machte, das war ein weitgespannter Stimmungsbogen, angefangen mit leisen Tönen der Geige und schließlich am Ende der Reise ein vom Publikum getragener sangesfreudiger, lebensfröhlicher Ausklang, der die Botschaft enthielt - kommt bald wieder nach Radeburg!

Es war dann auch das Ende einer wunderschönen, unterhaltsamen und musikalisch auserlesenen Reise, die dem Publikum die „Grüne Insel“ noch näher brachte und Neugier auf mehr weckte. Der Vereinsvorsitzende Jens Böhme dankte im Namen des begeisterten Publikums Diana Hebold mit einem herrlichen Blumenstrauß und - wie konnte es passender für den waschechten Iren Ted O´Really sein - mit einem Sixpack Kilkenny.

Günter Andrä


 

 


 

 

 


 

 

 

 

 



Fotos: Harald Prendel 

 

 

 

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